Die Habsburgermonarchie war ein Vielvölkerstaat – in religiöser Hinsicht vielleicht nicht ganz so „multikulturell“ wie viele heutige Gemeinwesen, aber bevölkert von Bürgern mit über zwölf verschiedenen Muttersprachen. Es gab vor 1914 zwar keine „revolutionäre Situation“, aber fast überall heimliche Bestrebungen, lieber einen eigenen Nationalstaat ins Leben zu rufen.
Im Wiener Parlament saßen Vertreter von acht Nationen und über zwanzig Parteien. Einerseits ergab sich für die Regierung dadurch die Möglichkeit, sich für jedes Problem eine andere Mehrheit „zusammenstoppeln“. In entscheidenden Fragen griffen die Parteien aber auch oft zur Obstruktion, so machten sie jede parlamentarische Arbeit unmöglich…
Während des Weltkrieges wurde abgewartet, wie sich die Lage entwickeln würde. Sobald 1918 klar war, dass die Monarchie den Krieg verlieren würde, setzte eine „Abschiedssymphonie“ ein – der Vielvölkerstaat zerfiel.
Im Anschluss gibt es bei einem Imbiss die Möglichkeit zur Diskussion.
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Kursleiter*in
Univ. Prof. Dr. Lothar Höbelt
Univ. Prof. Dr. Lothar Höbelt lehrte Neuere Geschichte an der Universität Wien, in den USA und an der Theresianischen Militärakademie. Er ist Verfasser umfangreicher historischer Bücher, Zeitungsartikel, Kommentare und Biografien.
- Ort:
- Festsaal der Raiffeisenbank Waldviertel Mitte, 3910 Zwettl, Landstraße 21 Der Eingang zum Festsaal befindet sich in der Babenbergergasse, links neben dem Raika-Gebäude unterhalb der Parkgarage. Der Saal ist auch bequem per Lift erreichbar.
- Termine:
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Dienstag, 7. Oktober, 19.00 Uhr
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- € 9,- / € 5,- für Schüler, Studenten und Zivildiener


